Seit ein paar Tagen gibts auch ne richtige “Körri”wurstbude am Nolli-Winterfeldtkiez.
Drinnen kommt man sich vor, als wenn zwei Schornsteinfegermeister dort brutzeln und servieren.
Es sind aber nur Werner und Thomas. Im chicen schwarzen Outfit.
Diese beiden hatten die Idee von der “Total verrückten Currywurst”
Sie nennen sie ” Goldkörri “.
Wenn man will, bekommt man sie tatsächlich nicht nur unter hauseigener 28-Zutaten-Soße, sondern obenauf mit echtem 23 Karat Blattgoldgehackten.
Letzteres nicht etwas extra aus dem Tresor geholt, sondern ganz profan aus einem Plastikgewürzstreuer.
Die Wurst, in der Familie von Thomas seit Generationen spezialangefertigt mit mindestens 40% Kalbfleisch.
Die restlichen 60% sind dann wohl übliches Wurstbrät.
So habe ich beim Test erst mal auch keinen so ganz großen Unterschied feststellen können.
Das Blattgold machte sich optisch gut und edel. Geschmacklich, das kennt ja jeder von seiner täglichen Blattgoldleberwurst zu Hause, eher unauffällig.
Für € 3,90 eine gute Investition.
Ich bin gespannt, ob ich es morgen früh bei der sanitären Entspannung blitzen sehe.
Die Soße durchaus lecker, ohne die sonst so übliche Zuckersämigkeit, mit netter Schärfe.
Die Hauspommes waren aber ein Gedicht.
Aus frischen Kartoffeln geschnitzt, in cholesterinfreiem Frischfett innen weich, und außen resch.
Die große Portion mit 2 Euro passend berechnet.
Wer auf Cola oder Bier verzichten will, kann sich mit ” Schampör” lustig trinken.
Eine Hauscreation. Schaumwein mit ebenfalls 23-Karat-Blattgold.
Sieht in den großen Sektkelchen wirklich außergewöhnlich und edel aus.
Schmeckt sogar gut, muß aber mit € 6,50 fürs 0,1-Glas gelöhnt werden.
Im Verhältnis nicht wirklich günstiger ist die 0,7 l-Pulle für 42 Euronen.
Wenn man sich also mal sonst nichts gönnen will, dann wirds Zeit für reines Gold.
Fürs Prekariat, oder die verarmte Frau Schickedanz gibts die Körri für € 2,40 auch nuggetfrei.
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